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	<title>Achim Wesjohann</title>
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	<description>GRÜNES Blog aus Dresden</description>
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		<title>Sommerloch</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 12:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gähnt allenthalben, und nun ist ja auch bald die WM vorbei&#8230;  Hier schlägt das Sommerloch auch zu. Letzte Meldungen wird es vorerst nur auf meinem anderen Blog www.wesjohann.de/blog geben. Bis später!

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gähnt allenthalben, und nun ist ja auch bald die WM vorbei&#8230;  Hier schlägt das Sommerloch auch zu. Letzte Meldungen wird es vorerst nur auf meinem anderen Blog <a href="http://www.wesjohann.de/blog/" target="_self">www.wesjohann.de/blog</a> geben. Bis später!<strong></strong><strong><br />
</strong></p>
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		<title>Herzlich Willkommen!</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 23:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[
Guten Tag! Dies ist der landespolitische Blog von Achim Wesjohann. Ursprünglich war dies mein Kandidaten-Blog für die sächsische Landtagswahl 2009 im Wahlkreis 48 (Dresden 6). Nach der Landtagswahl finden Sie hier Anmerkungen zur sächsischen Landespolitik aus meiner GRÜNEN Sicht&#8230;
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-34 alignright" title="Achim_Wesjohann_02" src="http://achim-wesjohann.de/wp-content/uploads/2009/07/Achim_Wesjohann_02-300x199.jpg" alt="Achim Wesjohann" width="300" height="199" /></p>
<p>Guten Tag! Dies ist der landespolitische Blog von Achim Wesjohann. Ursprünglich war dies mein Kandidaten-Blog für die sächsische Landtagswahl 2009 im Wahlkreis 48 (Dresden 6). Nach der Landtagswahl finden Sie hier Anmerkungen zur sächsischen Landespolitik aus meiner GRÜNEN Sicht&#8230;</p>
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		<title>Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 14:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am 25. März auf eine Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages geeignet. Dieser wird z.Zt. teilweise heftig diskutiert.KritikerInnen befürchten, dass die neuen Regelungen dazu führen, dass alle Anbieter von Web-Inhalten dazu verpflichtet werden, Alterskennzeichnungen an ihren Angeboten vorzunehmen, um diese filtern zu können. Unklar ist, was dies für die User Generated Content [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am 25. März auf eine Änderung des J<a href="http://www.telemedicus.info/article/1694-Was-bringt-der-neue-JMStV.html" target="_blank">ugendmedienschutz-Staatsvertrages </a>geeignet. Dieser wird z.Zt. teilweise heftig diskutiert.<span id="more-297"></span>KritikerInnen befürchten, dass die neuen Regelungen dazu führen, dass alle Anbieter von Web-Inhalten dazu verpflichtet werden, Alterskennzeichnungen an ihren Angeboten vorzunehmen, um diese filtern zu können. Unklar ist, was dies für die User Generated Content (Blogs, Microblogging etc.) bedeutet. Befürchtet wird die Schaffung einer Zensur-Infrastruktur, die (wenn vielleicht auch unbeabsichtigt) einschränkende Auswirkungen auf die Kommunikations- und Informationsfreiheit im Internet haben könnten.</p>
<p>Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag hat daher einen <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=2327&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=5&amp;pos_dok=1" target="_blank">Antrag</a> gestellt, mit dem gewährleistet werden soll, dass der Landtag ausreichend über die zu erwartenden Folgen des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) informiert wird, bevor er über dessen Ratifikation entscheidet. Die Staatsregierung soll darauf hinwirken, dass die Schaffung einer Zensur-Infrastruktur durch den JMStV vermieden wird. Außerdem soll in Zukunft geprüft werden, welche Auswirkungen der JMStV tatsächlich gehabt haben wird.</p>
<p>In dem Antrag wird aber auch ein weiterer Schwerpunkt gesetzt: Indem man im letzten Punkt einen Bericht über Maßnahmen zur Steigerung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen einfordert, soll die Debatte darüber in Gang gesetzt werden, wie tatsächlich wirksamer Jugendschutz bei der Nutzung des Internets erreicht werden kann.</p>
<p>Die Aufgabe, einen Jugendmedienschutz zu gewährleisten, der den Eigenheiten des Internets gerecht wird, scheint mit dem JMStV noch lange nicht erledigt zu sein, denn dieser will Regelungen, die für Rundfunk und Fernsehen gelten, lediglich auf das Internet übertragen. Das funktioniert bei einem weltweit &#8220;empfangbaren&#8221; Medium, das keine Zeitzonen kennt, nicht. Der Landtag sollte keine Insellösung ratifizieren, die lediglich eine Scheinlösung wäre.</p>
<p>Auch die Linksfraktion hat einen <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=2181&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=5&amp;pos_dok=1" target="_blank">Antrag</a> zum Thema gestellt. Dieser beschränkt sich aber lediglich darauf, die Staatsregierung aufzufordern, den JMStV nicht zu unterzeichnen. Kann man machen, ist aber etwas wenig ambitioniert. Denn statt nur die fragliche Änderung des JMStV abzulehnen (was man als Fraktion übrigens immer noch bei der Abstimmung über die Ratifizierung machen kann), muss auch darüber nachgedacht werden, wie denn eine sinnvolle Weiterentwicklung des JMStV ausshen könnte. Es kann ja nicht darum gehen, dass er einfach unverändert bleibt.</p>
<p>Die beiden Anträge werden am 19. Mai im Sächsischen Landtag behandelt werden.</p>
<p><strong>Info-Update:</strong> CDU und FDP haben die Anträge abgelehnt. Die SPD hat sich enthalten.</p>
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		<title>ExtremismusbegriffskritikerInnenkritik</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 18:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein z.Zt. äußerst beliebtes Thema bei antifaschistisch engagierten Menschen ist die Kritik des Extremismus-Begriffs. Die Problematik dieses Begriffs liegt sicherlich darin, dass das Schema einer demokratischen „Mitte“, die durch „Ränder“ bedroht wird, zur Beschreibung der gesellschaftlichen Realität wenig geeignet ist. Gesellschaftliche Erscheinungen wie Rassismus oder Homophobie sind keine „Randphänomene“ und sie werden auch nicht beseitigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein z.Zt. äußerst beliebtes Thema bei antifaschistisch engagierten Menschen ist die Kritik des Extremismus-Begriffs. Die Problematik dieses Begriffs liegt sicherlich darin, dass das Schema einer demokratischen „Mitte“, die durch „Ränder“ bedroht wird, zur Beschreibung der gesellschaftlichen Realität wenig geeignet ist. Gesellschaftliche Erscheinungen wie Rassismus oder Homophobie sind keine „Randphänomene“ und sie werden auch nicht beseitigt werden können, wenn sie als solche wahrgenommen werden.                                                                                                                                                                                                                      <a href="http://wesjohann.de/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=438" target="_self">mehr</a></p>
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		<title>Der geistige Kampf in der Landespolitik</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 15:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könnte ja meinen, dass in der Landespolitik die Hütte brennt und unsere Probleme nicht in erster Linie hochgeistiger Natur sind. Aber z.Zt. suchen Sozialdemokratie und die Partei Die Linke (PDL) in Sachsen Selbstvergewisserung v.a. im Grundsätzlichen.
Letztere hat in der zurückliegenden Woche ihre &#8220;Denkwerkstatt&#8221; eröffnet und Prof. Dr. Franz Walter sollte einen Vortrag zum Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte ja meinen, dass in der Landespolitik die Hütte brennt und unsere Probleme nicht in erster Linie hochgeistiger Natur sind. Aber z.Zt. suchen Sozialdemokratie und die Partei Die Linke (PDL) in Sachsen Selbstvergewisserung v.a. im Grundsätzlichen.<span id="more-286"></span></p>
<p>Letztere hat in der zurückliegenden Woche ihre &#8220;Denkwerkstatt&#8221; eröffnet und Prof. Dr. Franz Walter sollte einen Vortrag zum Thema &#8220;Parteien in der Krise – Parlamente ohne Macht? Wie man mehr Leben in den Landtag und die Demokratie in Sachsen bringen kann.&#8221; Leider hat er dann nicht über Parlamente, den Landtag oder überhaupt Sachsen gesprochen, aber es war trotzdem amüsant. Die Kommentare der versammelten PDL-Prominenz war weniger geistreich. Ich fand nur das Statement von Peter Porsch interessant, in dem deutlich wird, dass ihm JungpolitikerInnen auf die Nerven gehen, die schon vor dem Studium ins Parlament einziehen, und nach zwei Legislaturperioden für nichts mehr zu gebrauchen sind&#8230; Wen meint er wohl? <img src='http://achim-wesjohann.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die einführende <a href="http://linksfraktionsachsen.de/index.php?section=news&amp;cmd=details&amp;newsid=847" target="_blank">Rede </a>von André Hahn war ja auch aufschlussreich, hat er doch darin deutlich gemacht, dass es ihm darum geht, <em>&#8220;den Kampf um die geistige Hegemonie im Lande zu suchen&#8221;</em>. Aha! Da hat ein Fraktionsreferent wohl heimlich <a href="http://it.wikipedia.org/wiki/Antonio_Gramsci" target="_blank">Gramsci</a> gelesen, und das haben wir jetzt davon! Ich habe ja eher den Eindruck, dass der neue PDL-Abgeordnete Professor Gerhard Besier &#8211; ein Mann mit gefühlt zwanzig Doktortiteln &#8211; eine Spielwiese gebraucht hat. Die hat er ja jetzt.</p>
<p>Höhepunkt des Abends war sicherlich das Büffet, aber das habe ich ausgelassen, weil ich dann noch zur Mitgliederversammlung meines GRÜNEN Kreisverbandes musste&#8230;</p>
<p>Aber auch die SPD denkt gerade nach! Ihr sächsischer Landesverband diskutiert ein Papier unter dem Titel <a href="http://spd-sachsen.de/Leitantrag" target="_blank">&#8220;Fortschritt und Gerechtigkeit&#8221;</a>. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! Wer es kann, möge mir bitte mitteilen, was da Neues drinsteht. Ich kann da nur erkennen, was die SPD seit 20 Jahren schon in ihren Grundsatzpapieren macht, nämlich das Dozieren darüber wie die Begriffe &#8220;Freiheit&#8221;, Gerechtigkeit&#8221; und &#8220;Solidarität&#8221; sozialdemokratisch durchzudeklinieren sind.</p>
<p>Aufschlussreich auch die Aussage, dass man sich <em>&#8220;den Realitäten stellen&#8221;</em> wolle. Ja, da wünsche ich der sächsischen SPD doch Erfolg, dass das allmählich mal gelingt. Bislang gab es für Menschen wie mich immer ein wahrnehmbares Zeichen für die Realitätsverweigerung der sächsischen SPD, nämlich die Selbstbeschreibung als Volkspartei und der daraus resultierende Blick auf uns Grüne, die sich gefälligst als Juniorpartner aufzuführen hatten. Und dasselbe Indiz findet sich auch im vorliegenden Papier, nämlich in einem Satz, der nicht einmal grammatisch richtig ist: <em>&#8220;Die Grünen haben ein scharfes ökologisches Profil – jedoch verlieren sie sich allzu oft in Rigorismen, die sich ihre Kernwählerschaft locker leisten können, andere aber nicht.&#8221;</em></p>
<p>Wie gesagt: Fehler im Original<em>.</em> Wenn es darum geht, sich mit den GRÜNEN auseinanderzusetzen, versagt bei den Sozis offenbar sogar das Sprachvermögen.</p>
<p>Schade? Ja: Noch! Aber irgendwann mal wird es ganz egal sein.<em><br />
</em></p>
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		<title>Dresdner Historikerkommission</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 09:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Gewissermaßen ein Nachtrag zum 13. Februar: Die Dresdner Historikerkommission hat ihren Abschlussbericht vorgelegt.
Parallel dazu erscheint das Buch Rolf-Dieter Müller/Nicole Schönherr/Thomas Widera (Hg.): Die Zerstörung Dresdens 13. bis 15. Februar 1945. Gutachten und Ergebnisse der Dresdner Historikerkommission zur Ermittlung der Opferzahlen, Dresden 2010
Ich hege nicht die Hoffnung, dass seriöse Forschung hartnäckig sich behauptende Legenden beseitigen kann, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gewissermaßen ein Nachtrag zum 13. Februar: Die Dresdner Historikerkommission hat ihren <a href="http://http://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Historikerkommission_Dresden1945_Abschlussbericht_V1_14a.pdf" target="_blank">Abschlussbericht </a>vorgelegt.<span id="more-283"></span></p>
<p>Parallel dazu erscheint das Buch <em>Rolf-Dieter Müller/Nicole Schönherr/Thomas Widera (Hg.): Die Zerstörung Dresdens 13. bis 15. Februar 1945. Gutachten und Ergebnisse der Dresdner Historikerkommission zur Ermittlung der Opferzahlen, Dresden 2010</em></p>
<p>Ich hege nicht die Hoffnung, dass seriöse Forschung hartnäckig sich behauptende Legenden beseitigen kann, aber angesichts des Unsinns, der &#8211; nicht nur von Nazis - über die Bombardierung Dresdens verbreitet wird, muss man immer wieder auf die Ergebnisse hinweisen.</p>
<p>Apropos Legenden: Ein online veröffentlicher <a href="http://http://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Schnatz_Nachtraege_Tiefflieger_100314.pdf" target="_blank">Beitrag zur berüchtigten Tieffliegerlegende</a> erörtert auch deren Entstehungsbedingungen.</p>
<p>Aufschlussreich zur Frage der Opferzahlen ist ein Beitrag über <a href="http://www.dresden.de/media/pdf/stadtarchiv/Historikerkommission_Dresden1945_Bericht_TP1_V1_0.pdf" target="_blank">Bergung, Registratur und Bestattung</a> der Luftkriegstoten.</p>
<p>Die Fakten werden den <em><strong>Willen</strong></em> mancher Dresdner und der meisten Neonazis, an Dresdner Luftkriegslegenden unbedingt zu glauben, nicht brechen. Man kann eben nicht mit jedem vernünftig diskutieren.</p>
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		<title>Sozialstaatsdebatte?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 11:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Zwischenbemerkung&#8230;Guido Westerwelle haut ja zur Zeit mächtig auf den Putz, indem er sich als Geschichtsphilosoph probiert (&#8221;spätrömische Dekadenz&#8221;) und Tatsachen ignoriert wie die, dass Hartz-IV-Empfänger schon heute zumutbare Arbeitsangebote annehmen müssen (&#8221;Schneeschippen&#8221;). Es mag Stammtische geben, an denen die Sprücheklopferei gut ankommt, aber auch solche, wo man das weniger gut findet. Egal! Was mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Zwischenbemerkung&#8230;<span id="more-277"></span>Guido Westerwelle haut ja zur Zeit mächtig auf den Putz, indem er sich als Geschichtsphilosoph probiert (&#8221;spätrömische Dekadenz&#8221;) und Tatsachen ignoriert wie die, dass Hartz-IV-Empfänger schon heute zumutbare Arbeitsangebote annehmen müssen (&#8221;Schneeschippen&#8221;). Es mag Stammtische geben, an denen die Sprücheklopferei gut ankommt, aber auch solche, wo man das weniger gut findet. Egal! Was mich stört, ist die Behauptung, mit diesen Sprüchen solle eine grundsätzliche Debatte über den Sozialstaat angeregt werden.</p>
<p>Welche Debatte denn?</p>
<p>Von einer &#8220;Debatte&#8221; kann doch beim besten Willen nicht die Rede sein! Die FDP bietet doch keine echten Modelle an, sondern klopft nur Sprüche. Ja, ich weiß, sie hat mal vor langer Zeit das Konzept eines &#8220;Bürgergelds&#8221; entwickelt &#8211; und sich damit in die Grundeinkommensdebatte eingemischt.  Die Debatte um das Grundeinkommen ist in der Tat eine grundsätzliche Debatte über den Sozialstaat. Ich bin zwar sehr skeptisch gegenüber diesem Lösungsvorschlag, finde es aber gut, dass die Grundeinkommensbefürworter eine Debatte, die den Namen verdient, ausgelöst haben.</p>
<p>Dass das mit dem Bürgergeld auch nicht so gemeint war, zeigt ein Zitat von Guido Westerwelle, das Sie hinter diesem <a href="http://www.forum-grundeinkommen.de/grundeinkommen/grundeinkommen-morgens-noch-aufstehen" target="_blank">Link</a> finden &#8211; nebenbei bemerkt: Was er da über die GRÜNEN redet, entspricht schlicht nicht der Wahrheit.</p>
<p>Eine Debatte kann nur führen, wer auch was zu sagen hat. Mit Tatsachenverdrehern und Phrasendreschmaschinen &#8220;debattieren&#8221; zu wollen, ist sinnlos.</p>
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		<title>Es hat tatsächlich geklappt</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 13:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstmals konnte in Dresden ein Naziaufmarsch anlässlich des 13. Februars in Dresden von Anfang an verhindert werden.
Das ist ein Riesenerfolg für alle NazigegnerInnen in Dresden und anderswo. Dresden war in der Vergangenheit Schauplatz des größten regelmäßig stattfindenden Naziaufmarsches in Europa – allein wegen dieser Dimension ist der 13. Februar schon seit Jahren keine „interne Angelegenheit“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals konnte in Dresden ein Naziaufmarsch anlässlich des 13. Februars in Dresden von Anfang an verhindert werden.<span id="more-273"></span><br />
Das ist ein Riesenerfolg für alle NazigegnerInnen in Dresden und anderswo. Dresden war in der Vergangenheit Schauplatz des größten regelmäßig stattfindenden Naziaufmarsches in Europa – allein wegen dieser Dimension ist der 13. Februar schon seit Jahren keine „interne Angelegenheit“ der Dresdnerinnen und Dresdner mehr, und es ist gut und notwendig, dass es eine bundesweite Mobilisierung gegen die Nazis gegeben hat. Das war schon 2009 richtig – aber das Bündnis GEH DENKEN, zu dessen Koordinationskreis ich gehört habe, hat es eben nicht hinbekommen, die Nazis effektiv zu stoppen – trotz bundesweiter Mobilisierung. Dieses Verdienst gebührt dem Bündnis „Dresden – nazifrei!“, und wir sind allen, die aus dem gesamten Bundesgebiet gekommen sind, um den Naziaufmarsch zu verhindern, großen Dank schuldig. Es bleibt dabei: Alleine hätten wir das nicht geschafft (und auch die BewohnerInnen der Dresdner Neustadt gehen noch nicht mehrheitlich auf die Straße, wenn Nazis durch ihren Stadtteil ziehen wollen…).<br />
Die Menschenkette in der Dresdner Altstadt war für sich genommen ein richtiges Symbol – und es ist anzuerkennen, dass die Oberbürgermeisterin die Nazis als solche benannt hat und offenbar auch darauf verzichten konnte, Extremisten von links als Problem herbeizuphantasieren – das ist in der sächsischen CDU mal eine aufgeklärte Position. Dass die Menschenkette irgendwelche Naziaktivitäten hätte „verhindern“ können, wird niemand ernsthaft behaupten können. Dieses Verdienst kommt den Menschen zu, die auf der Neustädter Elbseite stundenlang in der Kälte blockiert haben. Diese Klarstellung bedeutet keine Abwertung der Menschenkette, von der aus manche TeilnehmerInnen ja auch zu den Blockaden gestoßen sind (sofern man sie gelassen hat).<br />
Zu kritisieren bleibt, dass die Stadt die Nazis zum Bahnhof Neustadt geschickt hat – dem Ort, von dem aus die Deportation Dresdner und sächsischer Juden in die Vernichtungslager durchgeführt wurde. Mal abgesehen davon, dass die angebliche Intention des neuen sächsischen Versammlungsgesetzes, nämlich der Schutz der Würde auch der Opfer des Nationalsozialismus, dadurch ad absurdum geführt wurde, hat diese Entscheidung auch die Symbolik der Menschenkette zerschossen: Der symbolische „Schutz“ wird zur bloßen Inszenierung, wenn die angeblich zu schützende Innenstadt gar nicht „bedroht“ wird. Die Oberbürgermeisterin hat buchstäblich der Neustadt, in der gerade die Nazis sich sammelten, den Rücken zugewandt… Also: Gerade wenn die Menschenkette ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sein soll, ist es notwendig, dass ein solcher Fehler bei der Zuweisung des Kundgebungsortes nicht wieder passiert.<br />
Denn sie werden wiederkommen. Wir müssen unseren Erfolg von 2010 wiederholen. Das wird vielleicht leichter werden, wenn die Demokratinnen und Demokraten kooperieren oder zumindest verschiedene antifaschistische Aktionsformen tolerieren. Dass der Aktionskonsens der Gewaltfreiheit innerhalb der Blockaden gewahrt wurde (ein Rapper, der auf der Bühne am Albertplatz was anderes kommunizieren wollte, wurde entsprechend ausgebuht), war eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg. Jetzt ist deutlich geworden, was möglich ist, und was möglich ist, lässt sich auch wiederholen.<br />
Irgendwann werden wir zumindest dieses Problem des Aufmarsches loswerden – damit werden wir das Naziproblem in Sachsen natürlich noch nicht ganz losgeworden sein. Aber es wird interessant sein, zu beobachten, was sich aus dieser Niederlage der Nazis ergibt. Auch der allerschwachsinnigste Nazi könnte eigentlich begreifen, dass er beim „Trauermarsch“ nicht für den Konsens irgendeiner schweigenden Mehrheit unterwegs ist – selbst wenn er unbedingt weiterhin an den Geschichtsrevisionismus seines Lagers glauben will. Die Sachsen-NPD unter Apfel und Gansel, die ihre Kameraden beinahe schon überzeugt hatten, dass ihr „Sächsischer Weg“ der demonstrativen Bürgerlichkeit eine Erfolgsgarantie für den eigenen Laden ist, haben jetzt angesichts ihres offensichtlichen Scheiterns ein Problem. Etliche Nazis haben ja auch bereits gezeigt, dass ihnen der Wunsch Apfels und Konsorten nach parlamentarischer Verwurzelung scheißegal ist, und dementsprechend in Pirna und Gera randaliert. Man wird demnächst im Landtag den Kameraden Andreas Storr mit sich überschlagender Stimme klagen hören – und entsprechend den Kameraden Jürgen Gansel im sich überschlagenden Falsett. Nur, das ist das Dilemma: Dass sie gegenüber ihrem Lager verpflichtet sind, sich lauthals zu beklagen, dass aber alles Klagen auch nur um so deutlicher macht, dass sie ihren Willen nicht mehr durchgesetzt bekommen. Die Landtagsnazis zeichnen sich ja eher durch Larmoyanz denn durch Mannhaftigkeit aus – und wenn ihre Kameraden bzw. Mitdemonstranten mal allmählich mitschneiden, was für armen Würstchen sie jahrelang hinterhergelaufen sind, könnte das ja vielleicht weitere Erkenntnisprozesse auslösen. Vielleicht ein wenig zu optimistisch, ich weiß. Aber vielleicht kotzen Pferde ja auch vor Apotheken und die Kombination von Dummheit und Niedertracht, die konstitutiv für den Charakter eines jedes Nationalsozialisten ist, ist in Einzelfällen möglicherweise heil- oder behebbar…</p>
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		<title>Unglaubliches aus Dresden</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 14:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Im neuen sächsischen Versammlungsgesetz heißt es: „Eine Versammlung oder ein Aufzug kann insbesondere verboten oder von bestimmten  Auflagen abhängig gemacht werden, wenn 1. die Versammlung oder der Aufzug an  einem Ort von historisch herausragender Bedeutung stattfindet, der an a)  Menschen, die unter der nationalsozialistischen oder der kommunistischen  Gewaltherrschaft Opfer menschenunwürdiger Behandlung waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im neuen sächsischen Versammlungsgesetz heißt es: <em>„Eine Versammlung oder ein Aufzug kann insbesondere verboten oder von bestimmten  Auflagen abhängig gemacht werden, wenn 1. die Versammlung oder der Aufzug an  einem Ort von historisch herausragender Bedeutung stattfindet, der an a)  Menschen, die unter der nationalsozialistischen oder der kommunistischen  Gewaltherrschaft Opfer menschenunwürdiger Behandlung waren (…) erinnert (…)”</em>.<span id="more-270"></span>Die Landeshauptstadt Dresden will z.Zt. durchsetzen, dass die Neonazis am 13.2. ihre Auftaktkundgebung am Bahnhof Neustadt abhalten &#8211; dort, wo eine Gedenktafel erinnert: <em>&#8220;Im Nationalsozialismus war der Güterbahnhof Dresden-Neustadt Ausgangspunkt oder Zwischenstation für viele Deportationen von jüdischen Frauen, Männern und Kindern. Im Oktober 1938 begann hier die Abschiebung von 724 Dresdner Juden nach Polen. Mit Zügen der Deutschen Reichsbahn erfolgte zwischen 1942 und 1944 ein großer Teil der Transporte in die Gettos Riga und Theresienstadt, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie in andere Konzentrationslager.&#8221;</em></p>
<p>Die Innenstadt aber wird an diesem Tag von einer Menschenkette &#8220;symbolisch geschützt&#8221;. Wohlgemerkt: Angeführt  von der Oberbürgermeisterin, die einer Verwaltung vorsteht, die den Opfern der Deportationen offenbar keine zu schützende Würde zugesteht.</p>
<p>Ich habe diese Menschenkette mal für einen Schritt in die richtige Richtung gehalten &#8211; angesichts der aktuellen Umstände fürchte ich aber, dass es eine abgeschmackte Inszenierung sein wird.</p>
<p>Ein deutlich <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/" target="_blank">vernehmbarer Protest</a> gegen den Naziaufmarsch ist notwendig.</p>
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		<title>Zum 13. Februar 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 13:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Wesjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 13. Februar steht wieder mal an, und wieder einmal ist eine Wiederholung von Europas größtem alljährlichen Naziaufmarsch in Dresden zu erwarten.

Das Bündnis GEH DENKEN ist in diesem Jahr als solches nicht aktiv. Die Erfahrungen mit der Stadt waren in der Vergangenheit eher deprimierend. Während wir einerseits als Aushängeschild willkommen waren (”Dresden wehrt sich gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 13. Februar steht wieder mal an, und wieder einmal ist eine Wiederholung von Europas größtem alljährlichen Naziaufmarsch in Dresden zu erwarten.</p>
<p><span id="more-256"></span></p>
<p>Das <a href="http://www.geh-denken.de/joomla/" target="_blank">Bündnis GEH DENKEN ist in diesem Jahr als solches nicht aktiv</a>. Die Erfahrungen mit der Stadt waren in der Vergangenheit eher deprimierend. Während wir einerseits als Aushängeschild willkommen waren (”Dresden wehrt sich gegen rechts” usw.), wurden wir von der CDU zum Teil des Problems erklärt &#8211; diese Mentalität zeigt sich auch in einem<a href="http://www.dresden-cdu.de/themen/0912/02.htm" target="_blank"> aktuellen Artikel von Lars Kluger</a>, der sich nicht entblödet, zu behaupten, dass die Oberbürgermeisterin “die Initiative ergriffen hat”. Initiative wozu denn?<br />
Und wie soll man die Mentalität bezeichnen, die aus der Ankündigung spricht, “sehr genau hinschauen” zu wollen, was die VertreterInnen anderer Parteien an dem Tag machen werden?</p>
<p>Der Artikel zeigt auch wieder mal ganz deutlich, dass Kluger und Konsorten das Problem intellektuell immer noch nicht erfasst haben. Man bildet sich immer noch ein, dass der Kern des Problems darin bestehe, dass das Gedenken der Dresdnerinnen und Dresdner missbraucht werde.<br />
Nein! Das Problem besteht darin, dass in Dresden das wichtigste Großereignis der deutschen Naziszene stattfindet. Damit ist es von bundesweiter Bedeutung, und deshalb wenden sich auch Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet dagegen. Es müssen nämlich auch Menschen anderswo damit leben, wenn ihre lokalen Nazis durch einen abermaligen Erfolg in Dresden ermutigt werden. Für Menschen, die sich engagiert für Demokratie und Toleranz einsetzen, ist das ein echtes Problem &#8211; das begreift die Dresdner CDU aber nicht. Warum ist das wohl so?</p>
<p>Wenn in diesem Jahr die Oberbürgermeisterin zu einer Menschenkette aufruft und sich dabei auf den bereits 2004 formulierten <a href="http://www.dresden.de/de/02/110/03/01/c_010.php" target="_blank">“Rahmen des Erinnerns”</a> bezieht, dann ist das ein Schritt in die richtige Richtung &#8211; aber es ist sicherlich nicht genug.<br />
Dass die demokratischen Fraktionen den Schritt in die Richtung unterstützen, ist sinnvoll. Deshalb soll es meines Erachtens auch die Grüne Stadtratsfraktion tun.<br />
Aber dass es darüber hinaus möglich sein muss, sich dafür einzusetzen, dass die Nazis nicht schon wieder einen Erfolg in Dresden feiern können, muss auch klar gesagt werden. Denn die Menschenkette wird die Nazis nicht von ihrem Treiben abhalten…</p>
<p>Ich persönlich habe auch immer größere Schwierigkeiten mit der Verwendung der weißen Rose als Symbol. Die Ideengeberin für dieses Symbol hat zum Glück nie behauptet, dass man sich damit auf die Widerstandsgruppe “Weiße Rose” beziehe. Wahrscheinlich hat gerade das Wissen darum es den Nazis in der Vergangenheit erleichtert, dieses Symbol auch für den eigenen Aufmarsch zu verwenden… Das macht das Ganze schon problematisch genug. Aber schwerer wiegt, dass in der öffentlichen Wahrnehmung &#8211; vor allem außerhalb Dresdens &#8211; kaum jemand <a href="http://venceremos.antifa.net/13februar/2005/weisserose.htm" target="_blank">den Hintergrund der Dresdner Verwendung des Symbols</a> kennt. Damit muss die breite Öffentlichkeit glauben, man beziehe sich auf die Widerstandsgruppe.<br />
Deshalb möchte ich die weiße Rose nicht mehr tragen und mich auch nicht an einer Menschenkette beteiligen, wo sie das dominierende Symbol sein soll. Denn es käme mir mittlerweile obszön vor, einen Bezug auf den Mut von Menschen zu suggerieren, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Rose" target="_blank">die bedeutend mehr als wir riskiert und geopfert haben</a>, während etliche “Weiße-Rose-Träger” es nicht einmal für angemessen halten, einen Naziaufmarsch zu blockieren…<br />
Anders gesagt: Ich will keine Verhältnisse, die es erfordern, dass Menschen einen solchen Mut aufbringen, den ich selbst wahrscheinlich gar nicht aufbringen könnte. Deshalb ist Zivilcourage (zur rechten Zeit) jetzt einfach mal wichtiger.</p>
<p>Ich sehe also keine vernünftige Alternative zu den <a href="http://www.dresden-nazifrei.de/" target="_blank">Aktivitäten, die den Nazimarsch stoppen sollen</a>.<br />
Dabei muss klar sein, dass diese gewaltfrei bleiben müssen &#8211; nur so kann es auch künftig ein Bündnis geben, das breit genug ist, um das Mittel der friedlichen Blockade erfolgreich organisieren zu können (anderswo sehen sich auch Konservative dazu in der Lage, an so etwas teilzunehmen).</p>
<p>Leider ist die aktuelle Beschlusslage des Dresdner Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema z.Zt. nicht online; daher sei im Folgenden ein Beschluss wiedergegeben, der bereits im November 2009 getroffen wurde:</p>
<p><em>“Im Vorfeld des 65. Jahrestages der Luftangriffe auf Dresden am 13. und 14. Februar und angesichts des wiederholten Missbrauchs dieses Datums durch neonazistische Aufmärsche und Propagandalügen beschließt die Mitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Dresden folgende Erklärung:</em></p>
<p><em>1. Es bedarf in Dresden der eindeutigen Positionierung der Stadtspitze und ihrer aktiven Beteiligung am Widerstand gegen Naziaufmärsche in unserer Stadt. Die Oberbürgermeisterin Helma Orosz scheint dies für 2010 verstanden zu haben und hat Politik, Kultur, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kirchen und andere Akteure eingeladen, gemeinsam sowohl Protest gegen den Naziaufmarsch als auch ein würdiges Gedenken in der Innenstadt zu ermöglichen. BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN in Dresden begrüßen dieses Engagement der Oberbürgermeisterin. Wir begrüßen es, sollte das geplante Gedenken zugleich als Protest gegen Neonazis konzipiert werden. Es ist unabdingbar, dass das Gedenken an den 13./14. Februar 1945 so gestaltet wird, dass darin ein Widerspruch gegen die Instrumentalisierung des Gedenkdatums durch die Kräfte, die in der Tradition der Urheber von Krieg und Völkermord stehen, zum Ausdruck kommt. Es soll Dresdnerinnen und Dresdnern ermöglicht werden, in Vielfalt an diesem Tag aktiv zu werden. Dies gilt es, im Konzept der Stadtspitze zu sichern und verschiedenen Gruppen, Initiativen, Vereinen und Verbänden die Teilnahme auf verschiedene Art und Weise zu ermöglichen.</em></p>
<p><em>2. Wir stellen ausdrücklich fest, dass verschiedene Formen des Protestes gegen Naziaktivitäten in unserer Stadt legitim und notwendig sind. Wir unterstützen die geplante Menschenkette zum Gedenken und zum Protest gegen den Naziaufmarsch. Wir sehen aber darüber hinaus die Notwendigkeit, Naziaktivitäten durch Protest zu stören und tatsächlich zu blockieren. Dresdnerinnen und Dresdner brauchen einen Protestort in Hör- und Sichtweite des Naziaufmarsches. Wir fordern die Stadtspitze auf, solch einen Protest zu ermöglichen. Außerdem muss sich die klare Positionierung der Stadt gegen Rechtsextremismus auch in einer Änderung des Verhaltens von Ordnungsamt und Polizei widerspiegeln. Dem bisher entstandenen Eindruck, dass die Seite der Nazis hinsichtlich Ortswahl und Durchführung klar favorisiert wurden, ist seitens der Stadt entschieden entgegenzutreten.<br />
Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden sich sowohl an Gedenkveranstaltungen, als auch am effektiven Protest gegen Neonazismus aktiv beteiligen. Die Mitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Dresden beauftragt den Stadtvorstand, im Vorfeld des 13. Februars die Verständigung mit allen demokratischen Kräften in Dresden über den Protest gegen Naziaktivitäten in unserer Stadt zu suchen.</em></p>
<p><em>3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Dresden lehnen die Pläne der Sächsischen Staatsregierung, das Versammlungsrecht einzuschränken, ab. Diese verhindern keine rechten Aufmärsche, da die Nazis auf Termine und Orte ausweichen können, die nicht vom Versammlungsverbot erfasst werden. Die geplanten Versammlungsverbote sind eine Scheinlösung und können den breiten aktiven Protest der Demokratinnen und Demokraten gegen Naziaktivitäten nicht ersetzen. Vielmehr senden sie ein gefährliches Zeichen des Rückzugs vor den Nazis und gefährden u.a. dadurch unser demokratisches System, die demokratischen Grundrechte. Für uns ist dies nicht hinnehmbar.”</em></p>
<p>Wenn “Vertreter” (wie Herr Kluger das nennt) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu verschiedenen Aktionen aufrufen bzw. sich daran beteiligen, entspricht das dieser Beschlusslage.</p>
<p>Schließlich bleibt die Aufgabe bestehen, die Gedenkpraxis in Dresden zu hinterfragen &#8211; insbesondere das unsägliche Rumstehen mit Nazis auf dem Heidefriedhof (dessen Gestaltung auch äußerst fragwürdig ist).<br />
Insbesondere Dresdner Selbstbilder sind zu hinterfragen. Der Arbeitskreis “Mythos Dresden” hat einige wichtige Klarstellungen formuliert:</p>
<p><em>“- Dresden war eben keine unschuldige Stadt ohne militärische Bedeutung, sondern schon vor der Machtergreifung Hitlers eine Hochburg der NSDAP, in der die rassistische, antijüdische Politik der Nationalsozialisten mit großem Eifer und breiter Unterstützung der Bevölkerung umgesetzt wurde.<br />
- Dresden war militärisch bedeutsam, war Standort der Militärforschung, Rüstungszentrum und Verkehrsknotenpunkt.<br />
- In Dresden brannte es schon weit vor 1945: Dresdner Nationalsozialisten verbrannten bereits am 8. März 1933 mit Unterstützung von Dresdner Studenten ihnen verhasste Bücher. 1938 setzten Dresdner SA-Angehörige die Synagoge am Hasenberg in Brand. In Dresden wurde durch die Staatlichen Kunstsammlungen in vorauseilendem Gehorsam die Schau „Spiegelbilder des Verfalls in der Kunst“ bereits im September 1933 inszeniert.”</em></p>
<p>Vielleicht ist es für manchen eine bittere Wahrheit, aber wer weiterhin die Einzigartigkeit der Bombardierung Dresdens und des Leids der Dresdnerinnen und Dresdner im Februar 1945 behauptet, leistet dem “Missbrauch” der Nazis direkt Vorschub, denn eben dieses Bild ist der Kern ihrer Propaganda.</p>
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